Wenn Mitarbeitende ausscheiden, können Untersuchungen zu Mitarbeiteraustritten und Austrittsgespräche deiner Organisation viel wertvolles Feedback liefern. Das ist aus mehreren Gründen interessant. Dennoch bleibt das Austrittsgespräch allzu oft eine „Pflichtübung“ oder ein pflichtgemäßes Höflichkeitsgespräch. Dabei kostet es insgesamt auch ziemlich viel Zeit. Schade! Wie geht es anders? Indem du nicht nur die üblichen organisatorischen Fragen stellst, sondern die wichtigen Inhalte des Austrittsgesprächs bereits im Vorfeld festlegst, auch durch die „Brille“ des ausscheidenden Mitarbeitenden.

Warum eigentlich ein Austrittsgespräch? 

Während Organisationen dem Eintritt und der Weiterentwicklung talentierter Mitarbeitender viel Aufmerksamkeit widmen, findet der Austritt oft weniger Beachtung. Dabei kann fast jedes Austrittsgespräch wichtige Informationen für die Organisation liefern. Das bietet Möglichkeiten, unerwünschte Fluktuation in Zukunft zu vermeiden und im Guten auseinanderzugehen. Denn man kann sich später auch wieder begegnen.

Und vergiss auch die Chancen des „Referral Recruitment“ nicht! Denn etwa die Hälfte der neuen Mitarbeitenden findet über persönliche Kontakte den Weg in eine Organisation. Unterschätze also nicht die Kraft von „Botschaftern“. Sehr häufig sind das auch ehemalige Mitarbeitende.

Lege den richtigen Ansatz fest

Es ist möglich, während eines Austrittsinterviews Feedback über die Organisation zu sammeln, das unabhängig vom Ausscheiden ist. Denn gerade ausscheidende Mitarbeitende trauen sich, offen über ihre Erfahrungen in deiner Organisation zu sprechen. Das kann sehr interessant sein, um einen besseren Einblick in die Mitarbeitererfahrung (EX) zu erhalten. Ein Austrittsgespräch kann sogar Probleme innerhalb der Organisation aufdecken, die sonst verborgen bleiben würden.

Um sich während eines Austrittsgesprächs schnell auf die relevantesten Gesprächsthemen zu konzentrieren, ist der Austrittsgrund natürlich ein wichtiger Anhaltspunkt. Wenn jemand in den Ruhestand geht, eine andere Stelle gefunden hat oder sein Vertrag ausläuft, ergeben sich daraus schnell unterschiedliche Fragen. Erst recht, wenn jemand fristlos entlassen wird. Dann findet meist kein Austrittsgespräch statt. Was aber, wenn der Mitarbeitende dennoch ein solches Gespräch mit einer HR-Fachkraft führen möchte? Auch das kann interessant sein.

Stelle im Vorfeld die richtigen Fragen

Ein gutes Austrittsgespräch, das wertvolles Feedback liefert, erfordert eine gute Vorbereitung. Denn die richtigen Fragen zu stellen, ist eine Kunst für sich. Blicke dafür über die Standardfragen aus Organisationsperspektive hinaus. Betrachte vor allem auch die interessanten Themen aus Mitarbeitersicht! Das wird oft vergessen, obwohl dieser Fokus das Gespräch direkt in die richtige Richtung lenken kann.

Um dies effizient anzugehen, ist es sinnvoll, dem Mitarbeitenden bereits vor dem Austrittsgespräch online einen dynamischen Fragebogen vorzulegen. So werden alle relevanten (vergleichbaren) Fragen beantwortet, und während des Gesprächs können vor allem die wichtigsten Themen vertieft werden. Dabei muss es wirklich nicht nur darum gehen, warum jemand ausscheidet oder wie er die Arbeitsinhalte, Beschäftigungsbedingungen oder Arbeitsbeziehungen empfunden hat. Wenn du im Vorfeld die richtigen Fragen stellst, bringt der Mitarbeitende wahrscheinlich selbst auch ganz andere Themen ein. Lassen Sie sich davon einmal überraschen.

Exit-Scan: schneller zu einem besseren Gespräch

Kunden, denen gute Austrittsgespräche wichtig sind. Wir haben für sie einen Exit-Scan entwickelt, nachdem sie selbst diese Idee an uns herangetragen hatten. Er sorgt bei ihnen nun schnell und effizient für bessere Austrittsgespräche, in denen die Mitarbeiterperspektive stärker berücksichtigt wird.

HR-Fachkräfte können damit ihre Vorgehensweise bei Austrittsinterviews optimieren. Sehr viele Fragen müssen sie im Gespräch nicht mehr stellen. Das spart Zeit. Während der Gespräche kann diese Zeit stattdessen den Themen gewidmet werden, die wirklich wertvoll sind. Manche Austrittsgespräche müssen dagegen gar nicht mehr geführt werden, zumindest nicht auf die bisherige Art.

Die Arbeit mit dem Exit-Scan ermöglicht es außerdem, Feedback in Form von Trendlinien zu sammeln. So können die Ergebnisse auch in gezielte Maßnahmen für eine bessere EX umgesetzt werden.