Im Jahr 2025 besteht die Erwerbsbevölkerung zu drei Vierteln aus ‘Millennials’. Sie wollen vor allem sinnvolle Arbeit. Arbeit mit einem ‘Purpose’. Die Herausforderung für Arbeitgeber besteht darin, diesen recht vagen Begriff greifbar zu machen. Und zu messen, wie Mitarbeitende ihre Arbeit erleben.
Ein Viertel der Beschäftigten zweifelt am Nutzen ihrer Arbeit. Ziemlich viele. ‘Purpose’ (Sinngebung) bei der Arbeit ist ein interessantes Thema. Denn wie lässt sich Sinngebung konkretisieren, belegen und messen? Wer auf diesem Gebiet nachweislich Nägel mit Köpfen machen will, landet schnell beim Perma-Modell (aus 2011). Sinn in der eigenen Arbeit zu erleben, ist laut diesem Modell eines der fünf Fundamente für Glück bei der Arbeit. Und genau danach streben viele Berufstätige, insbesondere die Millennials (also die Generation Y, geboren ab etwa 1980). Sie wollen: sinnvolle Arbeit, Autonomie, Flexibilität und Verbundenheit.
Regelmäßig messen
Wie ein Arbeitgeber für ausreichend Purpose bei der Arbeit sorgen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Von der Unternehmensstrategie über die Arbeit, die man anbieten kann, bis hin zu den Mitarbeitenden, um die es geht. Eine universelle ‘Sinngebungspille’ gibt es leider (?) nicht. In jedem Fall müssen Sie regelmäßig messen, wie Mitarbeitende ihre Arbeit und deren Nutzen erleben.
Mit einer modernen Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung (MTO) lässt sich dies sehr gezielt und regelmäßig umsetzen (mit sehr kurzen, zielgerichteten Messungen zum richtigen Zeitpunkt). Purpose kann dabei durchaus ein Thema sein. In den letzten Jahren sehen wir deutlich, dass bei einer modernen MTO neben den etablierten HR-Themen (wie Führung, Zusammenarbeit, wahrgenommener Arbeitsbelastung oder persönlicher Entwicklung) auch zunehmend Bedarf an Messungen rund um Purpose besteht.
Das Sinnempfinden wachsen lassen
Indem Sie regelmäßig einige kurze Fragen stellen und die Ergebnisse beispielsweise in Mitarbeitergesprächen besprechen, können Sie gemeinsam mit Mitarbeitenden auf sinnvolle Weise an der Sinngebung arbeiten. So verankern Sie das Messen und Verbessern in der DNA der Organisation. Vor allem dadurch kann das Bewusstsein für den Sinn der Arbeit wachsen.
Wie das ungefähr funktioniert, hat der brasilianische Spitzenunternehmer Ricardo Semler bewiesen. Er wurde erfolgreich (und steinreich), indem er seine Beschäftigten glücklich machte. Er baute ein Weltimperium auf, ausgehend von der einfachen Frage: Wie werden meine Beschäftigten wirklich glücklich?


